
Gegründet im 1996, aktiv seit 1997
Gesch ä fts- und Kursleiterin: Dott.ssa Anna Paola Bosi
  
Il Sillabo: your campus in a castle!
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Lehr-Methode und Philosophie
Die Methode unserer Lehrer/innen basiert auf Kommunikation, Teilnahme und Mitinvolvierung der Kursteilnehmer/innen bei jeder Unterrichtsphase. Die Kursteilnehmer/innen werden ständig aufgefordert, die Kenntnisse, die zu Ihrem Sprachschatz bereits gehören bzw. im Unterricht durch verschiedene Aktivitäten erworben haben, zu benutzen und zu üben. Auf diese Weise werden solche Sprachkenntnisse induktiv fixiert und erweitert. Der Lehrer ist auf diesem Wege ein Reisebegleiter: im Mittelpunkt steht jedoch der Lernende als Hauptdarsteller seiner Lernentwicklung.
Während der Unterrichtsstunde ist Vokabellernen zentral sowie Ausdrücke und Sätze in jenen kommunikativen Zusammenhängen, denen die Kursteilnehmer/innen in jedem Moment ihres Aufenthalts in Italien von Anfang an begegnen. Es wird aber auch den im Laufe des Unterrichts den getroffenen grammatikalischen Strukturen große Bedeutung beigemessen.
Die Kursteilnehmer/innen müssen auch zu Hause lernen: die vom Lehrer erteilten Hausaufgaben dienen der Verstärkung des erworbenen Sprachwissens.
Lehrmaterial
Um verschiedenen kommunikativen oder grammatikalischen Lehrstoff einzuführen, machen unsere Lehrer/innen von Texten Gebrauch: vom Lese-, Hör- bis Bildtext; Abgeschriebene Dialoge, Geschichten, Schriften; allerlei Artikeln aus Zeitschriften oder Zeitungen; Filmszenen; Kurzfilme; Videoaufzeichnungen von Werbung und Fernsehprogrammen; Statische Bilder wie Zeichnungen, Fotos und Gemälden.
Aktivitäten
Die Klassenaktivitäten werden sowohl zu zweit als auch in Minigruppen geführt und bestehen aus Role-Plays, kleinen Szenen, Brettspielen, Spielen und aufgabenorientierten Aktivitäten, Konversation und Schreibproduktion, sowohl frei als auch unter Leitung.
Die Lehreinheit
Man versteht unter Lehreinheit die Art und Weise, wie ein Sprachthema eingeführt, verstanden, aufgenommen und in die Praxis umgesetzt wird. Sie kann sich über eine einzige Lektion oder auf mehrere Tage strecken. Jedenfalls erschöpfen sich die behandelten Themen nicht mit Einheitsabschluss: Sie werden mit der Zeit durch mehrere Fixierungsaktivitäten wieder vorgestellt. Die Lehreinheit besteht aus einigen Abschnitten:
- Einführung: hier wird das zu behandelnde Thema vorgeschlagen. Normalerweise handelt es sich um ein kommunikatives Thema, dessen praktisches Nützen die Kursteilnehmer motiviert. Nehmen wir ein Beispiel: Wegauskünfte. Die Einführung kann auch ein einfaches Brainstorming über Wörter sein, die den Lernenden bereits bekannt sind, oder über Sätze, die sie bilden können, um Fragen zu stellen oder Wegauskünfte zu erteilen.
Es folgt ein Text. Darunter versteht sich etwas sehr Biegsames: Es kann ein einfaches Bild, ein Dialog zum Lesen oder zum Hören oder ein Video sein. Bei Wegauskünften könnte auch nur das Hören des Verkehrslärmes sein. Es folgt dann eine gezielte Verständnisaktivität. Es ist notwendig, dass die Kursteilnehmer/innen verinnerlichen, wie wichtig ist, nur das Wesentliche bzw. nur das von der Aktivität oder vom Lehrer Verlangte zu verstehen. Um ein bestimmtes Ziel zu erlangen, muss man nicht Alles verstehen. Daher ist unser normales und gewolltes Verfahren, den Kursteilnehmern einen Text zu geben, dessen Wortschatz und grammatikalische Strukturen nicht komplett bekannt ist. Deshalb sind Schlüsselwörter und Einführung, d.h. der erste Abschnitt der Lehreinheit so bedeutend.
- Zusammenfassung und Nachdenken: es handelt sich hierbei um das grammatische Nachdenken oder, im erweiterten Sinne, um das Sprachnachdenken. Das Ziel in unserem Beispiel kann das Erlernen der „Modalverben“ oder „der uneigentlichen Präpositionen“ d.h. der Raumanzeiger sein. Aus dem Text versuchen die Kursteilnehmer/innen Formen und Grammatikregeln abzuleiten. Notfalls werden sie auf dieser Suche vom Lehrer gelenkt. Es handelt sich hierbei um induktive Grammatik: Um ihren Vorgang zu vereinfachen, bedient sich der Lehrer aller grammatikalischen Strukturen, auch jener Strukturen, die dem Lernenden noch unbekannt sind, wenn er einen Text vorschlägt oder wenn er spricht. Auf diese Weise wird der Lernende über die neuen grammatischen Strukturen nachdenken, da er sie entweder bereits gehört oder in echten kommunikativen Zusammenhängen placiert hat. Der Lehrer, seinerseits, wird einfach, dem Niveau entsprechend dennoch korrekt sprechen. Er wird nach Möglichkeit gewöhnliche Vokabeln wählen und durchs Wiederholen der selbe Vokabel, deren Einprägung anregen.
- Wiederverwendung: Nach dem man über die Grammatik nachgedacht hat, könnte man eine Wiederverwendungs- / Fixierungsaktivität mit den aus dem Text abgeleiteten Regeln anlegen, vorzugsweise eine kommunikative Aktivität (Role-play, kommunikatives nicht grammatikalisches Spiel, aufgabenorientierte Aktivität, u.s.w.). In unserem Beispiel könnte ein Kursteilnehmer den vom anderen Kursteilnehmer beschriebenen Weg auf eine Landkarte vorzeichnen. Oder man könnte einen Dialog schreiben, um Wegauskünfte zu erfragen / zu geben. Die für die Wiederverwendung auch sinnvolle grammatikalische Übungen werden von den Kursteilnehmer/innen meistens daheim als Hausarbeit gemacht. Im Unterricht wird der Sprachgebrauch in seinem Zusammenhang bevorzugt. Kommunikation bevorzugen anstatt Richtigkeit verlangen: zu diesem Zweck werden unsere Lehrer gebeten, Verbesserungen in Grenzen zu halten wenn ein Kursteilnehmer spricht. Eventuell wird am Gespräch-/Dialogschluss verbessert. Die Wiederverwendung wird sich nicht nur zur Dauer der Lehreinheit einschränken, sondern auch in den folgenden Lektionen angespornt.
Prüfungsrichtlinien des Lernprozesses
- Prüfungstest
Jede zweite Woche wird gleichzeitig in allen Niveaus einen Prüfungstest über das in den zwei vorigen Wochen Erlernte abgehalten. Der Test kann zwischen 30 und 60 Minuten dauern. Er kann aus einer Prüfung, gegliedert in mündlicher und/oder schriftlicher Produktion, oder aus mündlichem und/oder schriftlichem Verständnis über kommunikative Situationen oder neulich durchgenommene Kulturinhalte bestehen. In manchen Fällen dienen die beschriebene Prüfungen der genaueren Feststellung des Verständnisses und Wiederverwendungsfähigkeit einer Struktur, einer Sprachkonstruktion, eines Tempus oder eines idiomatischen Sprachgebrauchs.
Tendenziell handelt es sich um einen kommunikativen Prüfungstest, konsequent mit der von uns angewandten Lehrmethode. Gelegentlich werden aber auch grammatikalische Tests erteilt.
- Projektarbeiten
Alle zwei Wochen arbeitet jede Klasse (oder 2 Klassen ähnlichen Niveaus zusammen) gruppenweise an aufgabenorientierten Projekten, die teils während der Unterrichtsstunde teils selbstständig durchgeführt werden. Solche Projekte ziehen normalerweise mehrere Disziplinen betreffende Gewandtheiten wie allgemeine Kenntnisse des Landes und der italienischen Kultur; Anwendung von Multimediatechniken; Ausdrucks- und Kunstfähigkeiten der Teilnehmer hinein. Diese bereits bestehende Gewandtheiten werden für eine Aktivität, die auf Italienisch durchgeführt wird und daher dem Sprachniveau der Kursteilnehmer/innen entspricht, ausgenutzt. Das Aktivitätsvorgehen stellt eine wichtige Lerngelegenheit an sich dar. Zum weiteren Motivationsansporn wird eine öffentliche Vorstellung der Projektarbeit am Arbeitsschluss vor allen Klassen und Lehrern veranstaltet. Der Lehrer erklärt öffentlich den Lehrzweck (normalerweise ziemlich augenfällig) und das genaue Sprachziel jeder Projektarbeit . Auch die Vorstellung bietet daher die Gelegenheit, die Kursteilnehmer/innen zu prüfen und aufs Neue zu motivieren.
Es ist bewiesen, dass durch die Verwendung von Projektarbeiten als Lehrmethode das Lernen erleichtert wird. Während der ganzen Projektausführung wird die Sprache in Situationen benutzt, wo der Leistungsdruck nicht der eigentlichen Spracherzeugung gerichtet ist. Die Aufmerksamkeit und die Konzentration werden auf eine umfassende und strukturierte Aktivität gelenkt. Die Kursteilnehmer/innen können auf diese Weise Italienisch natürlich benutzen, so wie wir ähnlich tun, wenn wir in unserer Muttersprache sprechen. Aus diesem Grund können wir behaupten, dass die Erzeugung wichtiger als das Endergebnis ist.
Diese Projektarbeit können der verschiedensten Art und Umfang sein: Es hängt vom Thema, Projekttyp und Niveau der Kursteilnehmer/innen ab. Wir nennen ein paar Beispiele: Projektarbeit kann die Anfertigung eines Plakats mit einem bestimmten Lehrziel, zum Beispiel die Verben „sein“ und „haben“, ausgestattet mit Texten und Bildern; Drehung eines Kurzfilms über eine Alltagssituation wie Bestellung in einer Bar oder Kauf einer Zugfahrkarte; Herausgabe einer Klassenzeitschrift mit Artikeln und Spalten; Durchführung von Interviews über ortsbetreffende Themen, u.s.w..
- Briefing und Klassenbücher
Ungefähr zweimal in der Woche werden kurze Prüfungstreffen zwischen einem einzelnem Lehrer und der didaktischen Leiterin und einmal im Monat eine Vollversammlung mit allen Lehrern abgehalten. Während dieser Treffen wird über mögliche niveauspezifische Probleme und verschiedene Planungsaspekte gesprochen; eventuellen Auf-/Abstieg von Kursteilnehmern/innen mit schnellerem bzw. langsamerem Lerntempo; Eventuelle Schwierigkeiten in den Gruppendynamiken; Stundenplan der Lektionen (vormittags, nachmittags, Einzeln- und Minigruppenunterricht); Zuteilung von Gruppen und Niveaus; Lehrmaterialauswahl für bestimmte Gruppen (siehe Programme und Lehrmaterial); Herstellung oder Auffindung vom gezielten Material für Gruppen oder Einzelnen mit bestimmten Lernzwecken; und schließlich seltene Disziplinprobleme. Auch in diesem Fall wird der Klassen- und Einzelnenverlauf anhand von Tests, von Vorstellungen, vom regelmäßigen Verlauf und von Klassenbüchern geprüft. Auf Klassenbücher werden Studentennamen, Daten der Lektionen, An- und Abwesenheiten, Unterrichtsinhalt, allgemeine oder studentenspezifische Anmerkungen eingetragen. Das Klassenbuch ist also ein wichtiges Prüfungsmittel, auch nach einer gewissen Zeit und erlaubt in jedem Fall eine optimale Ergänzung beim Wechsel oder Krankheitsfall des Klassenlehrers.
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